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NRW: Finanzkriminalitätsbehörde tritt Netzwerk gegen Gewalt im Amt bei

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW schließt sich dem Netzwerk #sicherimDienst an. Es geht um Schutz vor Übergriffen bei sensiblen Geldthemen.

Redaktion StaatsJobs.com· Veröffentlicht

Das Wichtigste in Kürze

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW ist dem Netzwerk #sicherimDienst beigetreten, das Beschäftigte im öffentlichen Dienst vor Gewalt und Bedrohung schützen soll. Finanzminister Marcus Optendrenk begrüßte den Schritt. Die Finanzverwaltung setzt auf Prävention, klare Abläufe und feste Ansprechpartner nach Vorfällen. Netzwerkkoordinator Andre Niewöhner sieht in der Behörde einen wertvollen Partner mit Erfahrung aus einem besonders sensiblen Arbeitsfeld.

Beschäftigte der Finanzverwaltung haben häufig mit angespannten Situationen zu tun: Es geht um Geld, um Fristen, um persönliche Notlagen. Noch heikler wird es, wenn Steuerhinterziehung mit organisierter Kriminalität verbunden ist. Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen hat sich deshalb dem Netzwerk #sicherimDienst angeschlossen, das Beschäftigte im öffentlichen Dienst vor Gewalt und Bedrohung am Arbeitsplatz schützen will.

Worum es bei dem Netzwerk geht

#sicherimDienst bringt Behörden aus unterschiedlichen Bereichen der Landesverwaltung und anderen Verwaltungsebenen zusammen. Mitglieder erhalten Zugang zu Handlungsempfehlungen, Informationsmaterial und Praxisbeispielen. Außerdem stehen Ansprechpartner aus anderen Behörden für den fachlichen Austausch bereit. Für die neu beigetretene Behörde bedeutet das vor allem: Erfahrungsaustausch mit anderen Verwaltungen, die ähnliche Konflikte im Alltag kennen.

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk begrüßte den Beitritt und ordnete ihn ein: „Kritik und Widerspruch gehören zu einer offenen Gesellschaft. Gewalt und Drohungen allerdings dürfen niemals zum normalen Bestandteil ihrer Arbeit werden.“

Prävention statt Reaktion im Arbeitsalltag

Die Finanzverwaltung setzt nach eigenen Angaben vor allem auf vorbeugende Maßnahmen. Dazu zählen klare Abläufe, technische und organisatorische Schutzvorkehrungen sowie gezielte Schulungen für Teams. Ziel ist, dass Beschäftigte in schwierigen Gesprächen handlungssicher bleiben und Eskalationen gar nicht erst entstehen.

Führungskräfte haben dabei eine besondere Aufgabe. Nach einem Vorfall werten sie gemeinsam mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen aus, was sich daraus lernen lässt. Wer betroffen ist, bekommt feste Ansprechpartner zur Seite gestellt, die unmittelbar unterstützen.

Netzwerkkoordinator Andre Niewöhner betonte, wie wichtig der Blick über den eigenen Arbeitsbereich hinaus ist: „Mit dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität gewinnen wir einen wichtigen Partner, der seine Erfahrungen aus einem besonders sensiblen Tätigkeitsfeld in unser Netzwerk einbringen kann.“

Was das für Beschäftigte und Bewerber bedeutet

Für Menschen, die im öffentlichen Dienst arbeiten oder sich dort bewerben, ist der Beitritt ein Signal: Arbeitgeberschutz wird zunehmend als strukturelles Thema behandelt, nicht als Einzelfallregelung. Wer in sensiblen Bereichen wie Finanzverwaltung, Beamtenverhältnis oder Tarifbeschäftigung arbeitet, sollte sich bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen gezielt nach bestehenden Sicherheitskonzepten erkundigen. Das gilt besonders für Stellen bei Kommunen oder beim Bund, wo Bürgerkontakt zum Alltag gehört.

Gehaltsfragen bleiben davon unberührt, Interessierte finden entsprechende Informationen in den Tabellen zu TVöD-VKA und Besoldung Bund. Der Beitritt zeigt aber, dass Arbeitsschutz und psychische Sicherheit am Arbeitsplatz zunehmend Teil der Attraktivität einer Stelle im öffentlichen Dienst werden.

Häufige Fragen

Was ist das Netzwerk #sicherimDienst?

#sicherimDienst ist ein Zusammenschluss von Behörden im öffentlichen Dienst, der sich für den Schutz von Beschäftigten vor Gewalt und Bedrohung am Arbeitsplatz einsetzt. Mitglieder tauschen Handlungsempfehlungen, Informationsmaterial und Praxisbeispiele aus und erhalten Zugang zu Ansprechpartnern aus anderen Behörden.

Warum tritt ausgerechnet eine Finanzbehörde dem Netzwerk bei?

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW arbeitet in einem besonders sensiblen Feld. Themen wie Steuerhinterziehung, teils im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, können Gespräche schnell emotional machen und Beschäftigte in unangenehme bis gefährliche Situationen bringen.

Welche Schutzmaßnahmen nutzt die Finanzverwaltung konkret?

Die Behörde setzt auf klare Arbeitsabläufe, technische und organisatorische Schutzvorkehrungen sowie Schulungen für Teams. Führungskräfte werten Vorfälle gemeinsam mit Betroffenen aus, um Verbesserungen abzuleiten, und stellen feste Ansprechpartner für Unterstützung bereit.

Was bedeutet der Beitritt für Bewerberinnen und Bewerber im öffentlichen Dienst?

Er zeigt, dass Sicherheitskonzepte für Beschäftigte zunehmend strukturell verankert werden. Bewerberinnen und Bewerber können bei Vorstellungsgesprächen gezielt nach bestehenden Schutzmaßnahmen fragen, besonders bei Stellen mit viel Bürgerkontakt.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: . Zahlen und Paragrafen stammen aus den folgenden Primärquellen.

  1. Behörden Spiegel · Stand 16.10.2026