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dbb-Podcast: Müllwerker über Hitze, Körperbelastung und Rente mit 70

In der neuen Folge des dbb-Podcasts „DienstTag“ spricht ein Dortmunder Müllwerker über körperliche Belastung, Witterung und warum er eine längere Lebensarbeitszeit ablehnt.

Redaktion StaatsJobs.com· Veröffentlicht

Das Wichtigste in Kürze

Der dbb beamtenbund und tarifunion hat eine neue Folge seines Podcasts „DienstTag“ veröffentlicht. Darin schildert Heiko Nickel, Müllwerker bei den Dortmunder Entsorgungsbetrieben, seinen Weg vom Landschaftsgärtner in den öffentlichen Dienst. Er berichtet von der körperlichen Belastung des Berufs, von Hitze als größter Herausforderung und begründet, warum er eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit strikt ablehnt. Zugleich lobt er die Arbeitsplatzsicherheit und pünktliche Bezahlung im öffentlichen Dienst.

Der dbb beamtenbund und tarifunion hat eine neue Folge seines Podcasts „DienstTag“ veröffentlicht. Zu Gast ist Heiko Nickel, Müllwerker bei den Dortmunder Entsorgungsbetrieben. Er spricht über seinen Berufsweg, die körperlichen Anforderungen seiner Tätigkeit und die Debatte um eine längere Lebensarbeitszeit.

Vom Landschaftsgärtner zum Entsorgungsbetrieb

Obwohl der Beruf des Müllwerkers bereits in dritter Generation in seiner Familie ausgeübt wurde, lernte Nickel zunächst Landschaftsgärtner. Erst später wechselte er zu den Dortmunder Entsorgungsbetrieben. Als Gründe nennt er die höhere Arbeitsplatzsicherheit und bessere Aufstiegschancen gegenüber seinem ursprünglichen Beruf. Zur Verlässlichkeit des öffentlichen Dienstes sagte er: „Egal, was technologisch noch passiert, Müll gibt es immer und der öffentliche Dienst zahlt wenigstens pünktlich.“

Für Bewerberinnen und Bewerber, die einen Quereinstieg in handwerkliche oder technische Bereiche der kommunalen Entsorgung erwägen, zeigt dieser Werdegang, dass auch ohne einschlägige Ausbildung ein Wechsel möglich ist. Offene Stellen in diesem Bereich lassen sich über die Stellensuche finden.

Körperliche Belastung als zentrales Thema

Nickel beschreibt den Arbeitsalltag als körperlich fordernd. Mülltonnen müssten aus Kellern geholt und über Hinterhöfe oder Treppen transportiert werden, was auf Dauer die Gelenke belaste. Nach seiner Einschätzung verlassen die meisten Kolleginnen und Kollegen den Beruf nicht gesundheitlich unbeschadet.

Besonders die Witterung macht ihm zu schaffen. Frost lasse sich durch Bewegung ausgleichen, der Gestank sei gewöhnungsbedürftig, aber erträglich. Die Hitze dagegen empfindet er als die größte Belastung: „Die Hitze ist erbarmungsloser. Der entkommt man nicht.“

Klare Haltung zur Lebensarbeitszeit

Vor diesem Hintergrund lehnt der 43-Jährige eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit entschieden ab. „Das kommt überhaupt nicht in Frage“, so Nickel. Für Beschäftigte in körperlich belastenden Berufen des öffentlichen Dienstes bleibt die Debatte um das Renteneintrittsalter damit ein zentrales Thema, das über Tarifrunden und politische Entscheidungen hinaus den Arbeitsalltag unmittelbar betrifft.

Wer sich für Arbeitsbedingungen und Vergütung im kommunalen Bereich interessiert, findet Orientierung in den Tabellen zum TVöD-VKA. Stellen bei anderen Trägern des öffentlichen Dienstes, etwa im Bund oder in den Ländern, lassen sich ebenfalls über die Jobsuche vergleichen, auch im Hinblick auf Tarifbeschäftigung oder Beamtenverhältnisse.

Häufige Fragen

Worum geht es in der neuen Folge des dbb-Podcasts „DienstTag“?

In Folge 33 spricht Heiko Nickel, Müllwerker bei den Dortmunder Entsorgungsbetrieben, über seinen Weg vom Landschaftsgärtner in den öffentlichen Dienst. Er schildert die körperliche Belastung seines Berufs, die Herausforderungen durch Witterung, besonders Hitze, und erklärt, warum er eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ablehnt.

Warum lehnt der Müllwerker eine längere Lebensarbeitszeit ab?

Heiko Nickel begründet seine Ablehnung mit der hohen körperlichen Belastung des Berufs. Mülltonnen müssten oft über Treppen oder durch Hinterhöfe transportiert werden, was die Gelenke dauerhaft beansprucht. Viele Kolleginnen und Kollegen würden den Beruf seiner Einschätzung nach nicht gesundheitlich unbeschadet beenden.

Welche Vorteile sieht er im öffentlichen Dienst gegenüber seiner vorherigen Ausbildung?

Nickel nennt vor allem die höhere Arbeitsplatzsicherheit und bessere Aufstiegschancen bei den Entsorgungsbetrieben im Vergleich zu seiner ursprünglichen Ausbildung als Landschaftsgärtner. Zudem betont er die zuverlässige und pünktliche Bezahlung im öffentlichen Dienst als wichtigen Faktor.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: . Zahlen und Paragrafen stammen aus den folgenden Primärquellen.

  1. dbb beamtenbund und tarifunion · Stand 3.11.2026