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dbb fordert Mitsprache bei Rentenreform und Arbeitszeit

Der dbb-Vorsitzende Volker Geyer hat dem neuen Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer die Expertise der Beschäftigten angeboten und vor Einschnitten bei Rente, Arbeitszeit und Befristung gewarnt.

Redaktion StaatsJobs.com· Veröffentlicht

Das Wichtigste in Kürze

dbb-Chef Volker Geyer hat sich am 15. Oktober 2026 zu den anstehenden Reformvorhaben des neuen Bundesarbeitsministers Alexander Schweitzer geäußert. Er fordert eine generationengerechte Rentenreform mit flexiblen Renteneintritten, lehnt eine generelle Anhebung der Regelaltersgrenze ab und warnt vor einer Überlastung durch kapitalgedeckte Elemente. Zudem kritisiert er die geplante Pflicht zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag, eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes sowie die geplante Ausweitung sachgrundloser Befristungen.

Mit Alexander Schweitzer hat die Bundesregierung einen neuen Arbeitsminister. Der dbb beamtenbund und tarifunion hat die Personalie zum Anlass genommen, seine Position zu mehreren anstehenden Reformen zu formulieren. dbb-Bundesvorsitzender Volker Geyer bot dem Minister am 15. Oktober 2026 einen konstruktiven Austausch an und verwies auf die Expertise der Beschäftigten, die Reformen in der Praxis umsetzen müssen.

Rente: flexibel bleiben statt pauschal länger arbeiten

Der dbb verlangt eine Rentenreform, die Arbeits- und Lebensleistung der Beschäftigten angemessen abbildet. Dazu zählt aus Sicht von Geyer der Erhalt flexibler und finanziell abgesicherter Übergänge in den Ruhestand, etwa die vorzeitige Rente nach 45 Versicherungsjahren oder die Altersteilzeit im Blockmodell. Eine generelle Anhebung der Regelaltersgrenze lehnt der Verband ab. Eine Stärkung kapitalgedeckter Elemente in der gesetzlichen Rentenversicherung hält Geyer grundsätzlich für sinnvoll, warnt aber vor finanzieller Überlastung im Zusammenspiel mit künftigen Beitragssätzen. Für Beschäftigte in Bund, Ländern und Kommunen hängt die Frage des Renteneintritts eng mit der jeweiligen

Häufige Fragen

Was fordert der dbb konkret von Arbeitsminister Schweitzer?

Der dbb-Vorsitzende Volker Geyer bietet dem neuen Minister einen konstruktiven Austausch an und verlangt, die Expertise der Beschäftigten bei Reformen einzubeziehen. Inhaltlich fordert er eine generationengerechte Rentenreform mit flexiblen Renteneintritten, lehnt eine pauschale Anhebung der Regelaltersgrenze ab und kritisiert geplante Änderungen bei Krankschreibung, Arbeitszeit und Befristung.

Was bedeutet die geplante AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag für Beschäftigte?

Die Bundesregierung plant laut dbb, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung künftig gesetzlich ab dem ersten Krankheitstag vorzuschreiben und die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Geyer befürchtet dadurch mehr Bürokratie, überlastete Arztpraxen und zusätzliche Infektionsrisiken für Beschäftigte, die eigentlich zu Hause bleiben sollten.

Warum lehnt der dbb die Ausweitung sachgrundloser Befristung ab?

Nach Ansicht von Geyer verschärft eine Ausweitung sachgrundloser Befristungen die Unsicherheit für betroffene Beschäftigte in allen Lebensbereichen, weil die Planungssicherheit fehlt. Er fordert stattdessen, die bisherige Möglichkeit sachgrundloser Befristung ganz zu streichen, insbesondere angesichts des Fachkräftemangels im öffentlichen Dienst.

Wie positioniert sich der dbb zum Arbeitszeitgesetz?

Der dbb tritt für den Acht-Stunden-Tag ein und will sich gegen eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes wehren. Geyer bezeichnet das Gesetz als bewährtes Schutzgesetz, das sowohl der Gesundheit der Beschäftigten als auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dient.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: . Zahlen und Paragrafen stammen aus den folgenden Primärquellen.

  1. dbb beamtenbund und tarifunion · Stand 15.10.2026