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dbb fordert handlungsfähigen Staat und starkes Berufsbeamtentum

Nur 17 Prozent der Bürgerinnen und Bürger trauen dem Staat zu, seine Aufgaben zu erfüllen. Der dbb-Vorsitzende Volker Geyer fordert deshalb weniger Bürokratie und ein gestärktes Berufsbeamtentum.

Redaktion StaatsJobs.com· Veröffentlicht · Aktualisiert

Das Wichtigste in Kürze

Bei einem Gespräch mit Staatsminister Philipp Amthor hat dbb-Chef Volker Geyer am 29. Oktober 2026 vor schwindendem Vertrauen in den Staat gewarnt. Eine aktuelle dbb-Bürgerbefragung zeigt, dass nur noch 17 Prozent der Bevölkerung dem Staat zutrauen, seine Aufgaben zu erfüllen. Geyer forderte Bürokratieabbau, bessere Koordination bei der Verwaltungsdigitalisierung und ein klares politisches Bekenntnis zum Berufsbeamtentum als Schutz gegen Extremismus.

Vertrauen in staatliches Handeln erreicht Tiefpunkt

Nach einer aktuellen Bürgerbefragung des dbb beamtenbund und tarifunion trauen nur noch 17 Prozent der Bürgerinnen und Bürger dem Staat zu, seine Aufgaben zu erfüllen. Diese Zahl stellte dbb-Bundesvorsitzender Volker Geyer am 29. Oktober 2026 bei einem Gespräch mit Philipp Amthor, Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit, in Berlin vor. „Das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit des Staates ist auf einem Tiefstand. Das ist ein Alarmsignal, das wir ernst nehmen müssen“, sagte Geyer.

Die Zahl beschreibt das Klima, in dem Beschäftigte bei Bundesbehörden, Landesverwaltungen und Kommunen täglich arbeiten. Sinkendes Vertrauen erschwert die politische Arbeit, und es wirkt bis in den Alltag im Bürgerkontakt.

Bürokratieabbau und Digitalisierung als zentrale Forderungen

Geyer verlangte spürbare Fortschritte bei der Modernisierung des Staates. Bürokratische Hürden müssten abgebaut und die Verwaltungsdigitalisierung zwischen Bund und Ländern besser koordiniert werden. Wichtig sei dabei, Beschäftigte frühzeitig in solche Prozesse einzubeziehen: „Wenn sich der Staat zukunftsfähig aufstellen will, muss er dafür sorgen, dass sich das Personal entsprechend weiterbilden kann.“ Wer sich im öffentlichen Dienst bewirbt oder dort bereits tätig ist, sollte deshalb auf Weiterbildungsangebote achten, die im Zuge der Digitalisierung an Bedeutung gewinnen dürften.

Berufsbeamtentum als Stabilitätsanker

Geyer verknüpfte den Vertrauensverlust mit den Erfolgen populistischer Parteien bei jüngsten Wahlen. Er forderte deshalb ein klares politisches Bekenntnis zum Berufsbeamtentum: „Beamtinnen und Beamte sind keiner Partei und keiner Regierung, sondern der Verfassung verpflichtet. In Zeiten politischer Unsicherheit sind sie ein Bollwerk gegen Extremismus.“ Zunehmendes Beamten-Bashing in Bevölkerung und Politik bereite ihm Sorge.

Für Beschäftigte im Status der Beamtinnen und Beamten wie auch für tariflich Beschäftigte nach Tarifvertrag ist diese Debatte relevant. Gehaltsstrukturen und Arbeitsbedingungen lassen sich unter anderem in den Tabellen zum TVöD-VKA, zum TV-L oder zur Besoldung des Bundes nachvollziehen. Ob und wie die von Geyer geforderten Reformen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.

Häufige Fragen

Warum fordert der dbb ein stärkeres Berufsbeamtentum?

dbb-Chef Volker Geyer sieht im Berufsbeamtentum einen Stabilitätsfaktor gegen politische Unsicherheit. Beamtinnen und Beamte seien keiner Partei und keiner Regierung verpflichtet, sondern der Verfassung. Angesichts zunehmender Wahlerfolge populistischer Parteien und wachsenden Beamten-Bashings fordert er von der Politik ein klares Bekenntnis zum Status.

Was zeigt die dbb-Bürgerbefragung konkret?

Laut der aktuellen dbb-Bürgerbefragung trauen nur noch 17 Prozent der Bevölkerung dem Staat zu, seine Aufgaben zu erfüllen. Geyer bezeichnete diesen Wert als Alarmsignal. Er fordert deshalb sichtbare Verbesserungen bei staatlichen Leistungen, etwa durch Bürokratieabbau und eine bessere Koordination der Verwaltungsdigitalisierung zwischen Bund und Ländern.

Was bedeutet die Forderung nach Weiterbildung für Beschäftigte?

Geyer betonte, dass Modernisierungsprozesse nur gelingen, wenn Beschäftigte entsprechend weitergebildet werden. Für Mitarbeitende im öffentlichen Dienst kann das bedeuten, dass Weiterbildungsangebote im Zusammenhang mit Digitalisierungsprojekten künftig stärker gefördert werden.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: . Zahlen und Paragrafen stammen aus den folgenden Primärquellen.

  1. dbb beamtenbund und tarifunion · Stand 29.10.2026